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Hungarian Open 2019 in Budapest
Nichts geht mehr!

Spätestens nach dem Viertelfinale war für unsere vier Starterinnen Schluss bei den Hungarian Open, die vom 15. bis 20. Januar in Budapest stattfanden. Ein kleines positives Ausrufezeichen konnte wenigstens Shan Xiaona bei ihrem ersten internationalen Turnier nach ihrer Babypause setzen. Sie erreichte als einzige aus dem ttc-Quartett das Achtelfinale und hatte auch bei ihrer 0:4-Niederlage gegen die Weltranglisten 19. Bernadette Szocz vor allem im zweiten und dritten Satz sehr gute Chancen, dem Match vielleicht noch eine andere Wendung zu geben.
Im Doppelwettbewerb erreichten Pota/Ekholm das Viertelfinale.
Enttäuscht mit ihrem Abschneiden waren verständlicher Weise Nina Mittelham, Matilda Ekholm und vor allem natürlich Gina Pota, auf deren Schultern die Hoffnungen der Ungarn im Damenwettbewerb ruhten.

Nina
Aus dem Berliner Quartett war einzig Gina in der Einzelkonkurrenz für die Hauptrunde gesetzt. Nina startete mit einem Sieg in der ersten Vorrunde gegen Bernadette Balint  (HUN) klar mit 4:0 Sätzen (8,6,7,9), verlor dann aber leider in der 2. Vorrunde gegen die Weißrussin Nadezhda Bogdanonva knapp in 3:4 Sätzen (-10,-10,7,7,4,-7,-8).

Im Damen-Doppel spielte sie an der Seite von Kristin Lang gegen das Schweizer Doppel Rahel Ashwanden/Celine Reust. Zur Überraschung aller Experten unterlagen die amtierenden Doppel-Europameisterinnen den Schweizerinnen knapp mit 2: 3 Sätzen. (-8,0,-9,5,-9).
„Sowohl im Einzel als auch im Doppel habe ich mir mehr ausgerechnet. Im Moment bin ich sehr enttäuscht," so Ninas erster Kommentar.

Auch für Matilda war in der zweiten Vorrunde der Qualifikation im Damen-Einzel Schluss. Bei ihrer 1:4 (9,-5,-8,-6,-8) Niederlage gegen die Chinesin Chen Ke als Gegnerin kam unsere Schwedin nie richtig Zugriff auf das Spiel.

Im Mixed ging Matilda mit ihrem Landsmann Mattias Falck an den Tisch. In der Runde der besten 16 verloren sie leider knapp in 2:3 Sätzen (9,-18,-3,8,-9) gegen die russiche Paarung Alexander Shibaev/Polina Mikhailova.  

Im Damen-Doppel spielt sie zusammen mit unserer Gina, die als einzige Spielerin unseres Vereins bereits für das Hauptfeld im Damen-Einzel und Doppel gesetzt ist. In der Runde der besten 16 spielten Matilda und Gina gegen das rumänische Doppel Irina Ciobanu/Adina Diakonu und siegten deutlich in 3:1 Sätzen (11,-8,10,6). 
Im Viertelfinale erwies sich das starke Hongkong-Doppel Hio Doo/ Ho Ching Lee als unüberwindbare Hürde für unser international bereits sehr erfolgreich spielendes Doppel. Matilda und Gina verloren in 1:3 Sätzen (8,-9,-9,-6)

„Wer mich kennt weiss, dass ich nach Niederlagen immer erst einmal ungenießbar bin. Deshalb möchte ich jetzt nichts zu dem Turnierverlauf sagen," meinte Matilda nach ihrem letzten Spiel bei den Hungarian Open.

©Bild: privat

Gina
Als Lokalmatadorin musste sich Gina nicht durch die Mühlen der Qualifikationsrunden quälen und traf in der ersten Hauptrunde auf die momentan beste Inderin Manika Batra. Natürlich ging Gina als Favoriting in das Match gegen die aktuelle Nr. 51 der Weltrangliste. Am Ende musste unsere langjährige Leistungsträgerin - wenngleich denkbar knapp – in 3:4 Sätzen (10,-10,-9,6,-8,8,-10) die Segel streichen.

„Gerade bei den Hungarian Open in meiner Heimatstadt Budapest ist das erste Einzel für mich immer eine besondere Belastung. Ich konnte meine Nervosität leider nie ganz ablegen. Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass Manika heute sehr gut agiert hat. Ich gratuliere ihr zum Sieg," so eine enttäuschte Gina.

Nana trat sowohl im Damen-Einzel an als auch im Damen-Doppel zusammen mit Sabine Winter.

Zunächst zur Doppelkonkurrenz:
An der Seite von Sabine Winter erreichte Nana im zweiten deutschen Doppel immerhin die Runde der letzten 16. Bevor Nana und Sabine dem Doppel aus Singapur, Ye Lin/Mengyu Yu, zu ihrem 3:1 Sieg (-6, -7, 8, -7) gartulieren mussten, hatten die beiden das serbische Doppel Tijana Jokic/Andrea Todorovix und die Ägypterinnen Yousra Helmy/Dina Meshref jeweils 3:0 besiegt-

Zum Einzel
Hier gewann Nana in der zweiten Vorrunde gegen die Ukrainerin Solomiya Brateyko in 4:2 Sätzen (-8,5,12,-7,6,1), in der dritten Runde folgte der Sieg gegen die Slowakin Barbora Balazova in 4:0 Sätzen (8,6,6,4).

„Nach der langen Pause war ich froh, dass ich gut in die Quali reingekommen bin. Die relativ einfachen Siege haben mir Selbstvertrauen gegeben," so Nana.

In der ersten Hauptrunde (Runde der 32) wartete ein deutlich größerer Brocken auf unsere Nummer 1. „Nana ist gegen Doo Außenseiterin, war nicht ohne Chance. Wenn sie ihre Leistung aus der Qualifikation bestätigt und noch eine Schritt weiter in Richtung ihrer alten Klasse machen kann, könnte sie es packen,“ so die Einschätzung von Bundestrainerin Jiew Schöpp.

Schöpp sollte Recht behalten:  Nana besiegte in einem spannenden Spiel die Hongkong-Chinesin Hoi Kem Doo, die in der Dezember-Weltrangliste auf Position 13 geführt wurde,  sensationell in 4:2 Sätzen (-5,8,5,-7,8,5).

An ihrem Geburtstag musste Nana dann gegen die ehrgeizige Rumänin Bernadette Szocz antreten. „0:4 klingt deutlicher, als es war. Bernadette steht nicht umsonst auf WR 19 und ist im Moment nach Polcanova die zweitbeste gebürtige Europäerin in der Weltrangliste. Ich hatte im zweiten und dritten Satz meine Chancen. In den entscheidenen Momenten hat mir noch die Schnelligkeit und Sicherheit bei manchen Schlägen gefehlt. Insgesamt bin ich aber zufrieden. Ich sehe, dass es mit jedem Spiel besser wird. Jetzt feieren mein Mann, meine Tochter und ich erst einmal ein klein wenig Geburtstag und ab morgen gilt meine ganze Konzentration den nächsten Aufgaben beim ttc berlin eastside," so Nana am Freitag nach ihrem letzten Match in Budapest.

Blick nach vorn!
Bereits in einer Woche sind unsere Spielerinnen im Viertelfinale der Champions League gegen Hodonin und zwei Tage später in der Bundesliga in Bad Driburg gefordert. Beide Spiele sind richtungsweisend für den ttc berlin eastside: In Hodonin muss das Fundament für den Einzug in Halbfinale gelegt werden, in Bad Driburg soll mit einem Sieg ein riesen Schritt in Richtung direkte Qualifikation für das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zurückgelegt werden.

Vielen Dank am Margrit Muskewitz, die für den ttc die HO verfolgt und die Fakten für diesen Beitrag zusammengestellt hat.

©Bilder: Lutz H. Basch