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eastside schlägt Hodonin und steht im Halbfinale
ttc berlin eastside – SKST Plus Hodonin 3:2

eastside, Titelverteidiger der European Champions League Women, hat durch einen 3:2-Sieg im Rückspiel gegen den tschechischen Meister SKST Plus Hodonin das Halbfinale in der europäischen Königsklasse erreicht.

Es war allerdings nochmal ein hartes Stück Arbeit, doch was zählt ist der Erfolg. Nachdem es zu Anfang beim Viertelfinal-Rückspiel fast nach einem Selbstläufer aussah – Nina Mittelham und Shan Xiaona legten rasch eine 2:0-Führung vor – kam doch noch etwas Sand ins Getriebe. Britt Eerland und Sabina Surjan mussten Niederlagen gegen sperrige Gegnerinnen quittieren, sodass erneut die ins Team zurückgekehrte Shan ran musste, um mit einem glatten 3:0 über Defensivkünstlerin Tetyana Bilenko die Sache rund zu machen. „Dieses Match hat gezeigt, mit welcher Ernsthaftigkeit alle Spielerinnen zur Sache gegangen sind. Obwohl die Entscheidung gefallen war, hat jede Spielerin alles gegeben, um ihr Spiel zu gewinnen. Das nenne ich professionelle Einstellung“, sagte ttc Trainerin Irina Palina nach Spielende.

Die Qualifikation für das Halbfinale war zu diesem Zeitpunkt aber schon längst geschafft. Dazu brauchte es nach dem glatten 3:0-Erfolg der Hauptstädterinnen im Hinspiel lediglich zwei Berliner Punkte, um der neuen „Golden Match“-Regelung zu entgehen. Und die waren bereits mit dem ersten Sieg von Shan (3:1 gegen Natalia Partyka) unter Dach und Fach. Im Auftaktmatch hatte Nina souverän der international gefürchteten Bilenko haushoch das Nachsehen gegeben (11:7, 11:5, 11:2).

Die Niederlagen des viermaligen Triple-Gewinners mussten Britt Eerland, die der schon im Hinspiel starken tschechischen Defensivspielerin Marketa Sevcikova in vier Sätzen, drei davon in der Verlängerung entschieden, unterlag, und die junge Sabina Surjan hinnehmen, die ihr in den Sätzen durchaus enges Match gegen die polnische Linkshänderin Natalia Partyka mit 0:3 verlor. Alles halb so wild und lediglich kosmetischer Natur.

„Letztlich ein klarer Sieg, da Nina und Xiaona einfach in einer anderen Klasse spielen als ihre Gegnerinnen aus Hodonin“, so das Urteil von eastside-Manager Andreas Hain. „Britt tat sich überraschend schwer gegen die nahezu unbekannte Abwehrspielerin aus Tschechien. Die eingewechselte Sabina Surjan ließ in den ersten beiden Sätze große Chancen aus. Die international erfahrene Partyka hat das in letzter Konsequenz bestraft. Aber genau diese Spiele braucht Sabina, um sich weiter zu entwickeln. Genau das ist das Ziel unserer Trainerin, deshalb hat Ira Sabina eingewechselt.“ Hain blickt nach vorne: „Jetzt müssen wir uns konzentriert auf das Halbfinale vorbereiten, um dann, hoffentlich vor Zuschauenden, ein großes Finale zu spielen.“

ttc berlin eastside vs. SKST Plus Hodonin 3:2
Ergebnisse Rückspiel (21.01.)

Nina Mittelham – Tetyana Bilenko 3:0 (11:7, 11:5, 11:2)

Shan Xiaona – Natalia Partyka 3:1 (9:11, 11:8, 11:7, 11:9)
Britt Eerland – Marketa Sevcikova 1:3 (18:20, 12:10, 10:12, 7:11)
Sabina Surjan – Natalia Partyka 0:3 (10:12, 12:14, 7:11)
Shan Xiaona – Tetyana Bilenko 3:0 (11:8, 11:4, 11:4)

SKST Plus Hodonin vs. ttc berlin eastside 0:3
Ergebnisse Hinspiel (18.01.)

Tetyana Bilenko – Britt Eerland 2:3 (11:5, 6:11, 11:6, 10:12, 2:6)
Natalia Partyka – Nina Mittelham 0:3 (7:11, 7:11, 6:11)
Marketa Sevcikova – Lin Ye 2:3 (10:12, 11:6, 11:7, 8:11, 2:6)

Bericht: Dr. Stephan Roscher / ttc berlin eastside