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Tabellenführung erobert - Gelungener Einstand von Ding Yaping

Die Bilanz der letzten vier Spiele kann sich mehr als sehen lassen: 4 Siege, 28:4 Spiele, 89:23 Sätze. Bedenkt man, dass unsere Gegner allesamt heiße Aspiranten auf die Playoffs sind, sind die Ergebnisse um so wertvoller. Kurios war allerdings der 8:0 Sieg gegen Schwabhausen. Aber der Reihe nach. 

SV DJK Kolbermoor vs. ttc berlin eastside 3:5
Los ging es am Valentinswochenende mit der Reise nach Bayern.  
Der Sieg über den damaligen Tabellenführer Kolbermoor gehört in die Kategorie „Arbeitssieg“. Die Bayern hatten auf einige ihrer Topspielerinnen verzichtet (verletzungsbedingt, wie es hieß). Das hat wohl den Konzentrationspegel bei unseren Damen teilweise sinken lassen. „Dieses Mal hat unser hinteres Paarkreuz mit Britt Eerland und Jessica Jöbel die Kastanien aus dem Feuer geholt und mit 4 Punkten den Löwenanteil zu dem Sieg beigesteuert. Was zählt, ist das Ergebnis“, so Manager Hain, der Trainerin Irina Palina an der Box vertrat.

Das Ergebnis im Detail
SV DJK Kolbermoor - ttc berlin eastside 3:5
Lang - Mittelham 3:2 (9:11, 11:7, 11:7, 7:11, 11:8)
Pranjkovic - Shan 0:3 (4:11, 0:11, 5:11)
Tiefenbrunner - Göbel 1:3 (11:7, 9:11, 10:12, 9:11)
Kaim - Eerland 1:3 (4:11, 11:6, 3:11, 4:11)
Lang - Shan 3:2 (11:9, 11:6, 9:11, 10:12, 11:6)
Pranjkovic - Mittelham 3:0 (11:4, 11:3, 12:10)
Tiefenbrunner - Erland 1:3 (7:11, 13:11, 7:11, 5:11)
Kaim - Göbel 0:3 (8:11, 10:12, 7:11)

TSV Schwabhausen vs. ttc berlin eastside 0:8

Das Match gegen Schwabhausen war vorbei, ehe es begonnen hatte: Die Temperaturen in der Halle lagen bei 13,8° - damit waren gemäß Wettkampfordnung die Voraussetzungen für Durchführung eines Bundesliga-Spiels nicht gegeben. In Abstimmung mit den beiden Vereinen gab der Oberschiedsrichter das Spiel nicht frei. Entsprechend den Richtlinien des Deutschen Tischtennis Bundes wurde das Match kampflose für den ttc berlin eastside gewertet 8:0 Spielen, 24:0 Sätzen und 264:0 Bällen gewertet.
„Es tut uns leid für Schwabhausen, die indirekt Opfer von Corona wurden. Die Halle war ausgekühlt, die Gemeinde hatte zu spät die Heizung hochgefahren. Es war einfach viel zu kalt und das Risiko einer Erkältung oder Verletzung viel zu hoch. Auch die Spielerinnen von Schwabhausen machten keine Anstalten, sich einzuspielen“, bedauerte Andreas Hain.

Einseitiger als erwartet: Das porta Giganten-Wochenende ging eindeutig zu Gunsten des ttc aus
Das mit Spannung erwartete „porta Giganten-Wochenende“, das live auf sportdeutschland.tv ausgestrahlt wurde und eine unerwartet hohe Reichweite hatte, verlief unter dem Strich einseitiger als erwartet. In allen Belangen erwiesen sich die Hauptstädterinnen als zu dominant, angetrieben von dem Willen, die Tabellenführung zu erobern und die Grundlage dafür zu legen, die Punkterunde auf Position 1 abzuschließen. Die hochgehandelten Teams aus Kolbermoor und Langstadt dagegen scheinen sich nur noch auf die Playoffs zu konzentrieren und lassen, wie es aussieht, die Punkterunde ausplätschern.


ttc berlin eastside vs. SV DJK Kolbermoor 7:1
Nachdem sich der Deutsche Meister eine Woche zuvor noch gegen Kolbermoor schwer getan hatte, war es den Berlinerinnen anzumerken, dass sie dieses Mal von Anfang an für klare Verhältnisse sorgen wollten. „Natürlich ist uns die Aufstellung von Kolbermoor entgegengekommen. Dass Trainer Fuchs auf Top-Spielerin Fu Yu aus Portugal verzichten würde, war klar. Sie wird für die Playoffs „geschont“. Der Verzicht von Abwehr-Ass Sventla Ganina zeigt, welchen Stellenwert Kolbermoor der Punkterunde beimisst. Für uns ging es darum, vor den Playoffs auf Tabellenplatz 1 zu stehen. Deshalb haben wir uns für den Einsatz von Ding Yaping entschieden. Sie hat sich auf Anhieb hervorragend in die Mannschaft integriert. Es macht Spaß, mit ihr zusammenzuarbeiten. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe vollauf in Ordnung“, so der Kommentar von eastside-Trainerin Irina Palina.

Das Ergebnis im Detail
ttc berlin eastside vs. SV DJK Kolbermoor 7:1
Shan - Wan 3:0 (11:4, 11:5, 11:4)
Mittelham - Lang 1:3 (8:11, 7:11, 11:9, 9:11)
Eerland - Tiefenbrunner 3:0 (12:10, 11:6, 11:4)
Ding - Bondareva 3:0 (11:7, 11:2, 11:9)
Shan - Lang 3:1 (11:8, 6:11, 11:4, 11:9)
Mittelham - Wan 3:1 (10:12, 11:5, 11:6, 11;7)
Eerland - Bondareva 3:2 (11:7, 10:12, 11:8, 11:13, 11:8)
Ding - Tiefenbrunner 3:0 (11:8, 11:4, 11:7)


ttc berlin eatside vs. TSV Langstadt 8:0
Eigentlich war das Match als Teil zwei des Gigantentreffens konzipiert. Im Hinspiel hatte die damals ersatzgeschwächten Berlinerinnen gegen das Team von Deutschlands Nummer 1, Petrissa Solja, ein Unentschieden erkämpft. Die Voraussetzungen für eine spannende Partie schienen bestens. Am Ende war letztlich nur der Leistungsunterschied zwischen beiden Teams gigantisch, wie man an den Einzelresultaten sieht.
Bei Langstadt war Solja aufgrund ihrer Rückenverletzung immer noch nicht einsatzfähig. Auch die beiden Ausländerinnen, von denen nur eine hätte auflaufen dürfen, kamen für einen Einsatz nicht in Frage. Weder die Ägypterin Dina Meshref noch die Taiwanerin Cheng Hsien-Tzu. „Meshref war bereits auf dem Weg nach Katar zum großen ITTF-Turnier, Cheng darf zurzeit nicht nach Deutschland einreisen“, erklärte Langstadts Sportlicher Leiter Manfred Kämmerer.
„Wir haben uns optimal auf das Wochenende vorbereitet, das zurzeit bestmögliche Team aufgeboten und waren mit fünf Spielerinnen vor Ort. Mit der Übertragung beider Spiele auf sportdeutschland.tv haben wir der Damen-Bundesliga eine besondere Plattform geboten. Aus unserer Sicht hätten die vielen Zuschauer zu Hause, die im Livestream die Matches verfolgt haben, mehr verdient. Kolbermoor und Langstadt wussten Bescheid. Vielleicht sollte man über eine Modusänderung und Top-Teams gleich in die Playoffs setzen. Dem Niveau der Spiele würde das garantiert guttun. Wir haben unsere Chancen sportlich und medial genutzt,“ resümiert ttc Manager Andreas Hain.
„Natürlich wissen wir, dass Langstadt und Kolbermoor mit ganz anderen Teams auflaufen werden. Für mich war es wichtig, dass die Spielerinnen ein paar Tage zusammen waren und der Mannschaftsgeist von Linz wieder aufleben konnte. Ding Yaping sollte Teil des Teams werden und verstehen, dass bei uns jede einzelne für den Verein spielt und nicht für sich selbst," so Trainerin Irina Palina.
Das ist vollauf gelungen.

Das Ergebnis im Detail
ttc berlin eastside - TSV Langstadt 8:0
Shan - Schreiner 3:1 (11:7, 6:11, 11:5, 11:4)
Mittelham - Krämer 3:0 (12:10, 11:6, 11:7)
Eerland - Kämmerer 3:0 (11:8, 11:5, 11:6)
Ding - Lemmer 3:0 (11:2, 11:8, 11:3)
Shan - Krämmer 3:0 (11:4, 12:10, 11:9)
Mittelham - Schreiner 3:1 (11:9, 11:13, 11:7, 11:4)
Eerland - Lemmer 3:0 (11:5, 11:5, 11:4)
Ding - Kämmerer 3:2 (11:3, 11:13, 11:5, 7:11, 11:8)




Fazit
Der ttc berlin eastside steht in den Playoffs und hat allerbeste Chancen, als Tabellenerster die Punkterunde abzuschließen. Aus den verbleibenden Spielen gegen Böblingen (14.3. in Berlin - ohne Zuschauer) und Weil (28.3. - auswärts) muss Berlin mindestens einen Punkt holen. Das sollte machbar sein!
Die Übertragung der Spiele im Live-Stream ist bei vielen TT-Freunden sehr gut angekommen. „Über Berlin und Brandenburg hinaus konnten wir neue Fans gewinnen,“ freut sich Hain.

Übrigens: Die Spiele kann man immer noch auf sportdeutschland.tv nachsehen.