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Damen-Bundesliga
ttc berlin eastside vs.
TTG Bingen/Münster-Sarmsheim 6:0
„Hausmanns-Kost“ mit fadem Beigeschmack

Keine 48 Stunden nach der Champions League Gala gegen Metz war unser Team in der Bundesliga gefordert. Während eastside mit einem Sieg den nächsten Schritt in Richtung Tabellenplatz eins nach Abschluss der Punkterunde zurücklegen wollte, waren die Rheinhessinnen auf Punktejagd, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.
„Wir waren durch das Hinspiel vorgewarnt. Beim 6:4-Sieg in Bingen standen wir kurz vor einer Punkteteilung. Entsprechend konzentriert sind wir nach dem CL-Spiel gegen Metz in die Vorbereitung auf Bingen gegangen und haben am Samstag noch ein Sondertraining eingelegt. Nach ihrer herausragenden Leistung in den Spiele gegen Metz haben wir im Sinne einer Belastungssteuerung Nina bewusst geschont. Für sie ist unser Winter-Neuzugang Hsien-Tzu Cheng ins Team gerückt,“ erklärte eastside Coach Irina Palina vor Spielbeginn.

Alle taktischen Überlegungen war über den Haufen geworfen, als das Team der TTG Bingen-Münster/Sarmsheim die ASP.5-Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz betrat: Aus dem Quartett war über Nacht ein Trio geworden. Bingens Nummer 1 Mie Skov hatte sich eine Rückenverletzung zugezogen und die etatmäßige Nummer 2 Giorgia Piccolin war bereits verletzt. „Trotz sieben Stammspielerinnen ist es uns nicht gelungen, für das Match gegen Berlin eine komplette Mannschaft zusammenstellen zu können,“ bedauerte Bingens Vorsitzender Joachim Lautebach die Situation.

„Auch wenn es unter den gegebenen Voraussetzungen klar war, dass wir am Ende als Sieger die Halle verlassen würden, war es uns wichtig, den Zuschauenden eine gute Leistung zu bieten. Lilly (Hsien-Tzu Cheng) war vor ihrer Heimpremier im Trikot des ttc berlin eastside etwas nervös. Das hat man vor allem in den ersten beiden Sätzen im Einzel gegen Katerina Tomanovska gemerkt. Dann hat sie aber den Schalter umgelegt und das Match sicher nach Hause gebracht. Anastasia Bondereva hatten gegen Nana nie den Hauch einer Chance,“ so die Zusammenfassung des Spiels von Jessica Göbel, die am Sonntag als „Spielerin-Trainerin“ Irina Palina vertrat. Jessica war es vorbehalten, den Fans in der Halle ein enges, umkämpftes Match mit vielen emotionalen Ausbrüchen zu bieten: Am Ende sorgte die Ex-Nationalspielerin mit ihrem 11:6, 7:11, 12:14, 11:9 und 11:9 Sieg gegen Karolina Karolina Mynarova unter dem Jubel der Fans dafür, dass eastside eine blütenweiße Weste behielt und nach weniger als 70 Minuten 6:0 gewann.


Berlins Präsident Alexander Teichmann konnte sich über den Sieg nur bedingt freuen: „Natürlich zählt am Ende des Tages nur das Ergebnis. Und in der Endabrechnung fragt niemand mehr, wo und wie die Punkte und Spielverhältnisse zusammen gekommen sind. Es ist allerdings frustrierend, dass wir unseren Fans in der Bundesliga immer wieder solche Spiele müssen, bei denen die Gegner ersatzgeschwächt areisen. Eigenartigerweise treten die Mannschaften zu Hause vor eigenem Publikum immer in Bestbesetzung an. Gott sei Dank gibt es für uns ja noch die Champions League, da treten alle immer komplett an!"

Die Einzel-Ergebnisse:

Hsien-Tzu Cheng/Sabina Surjan vs. Anastasia Bonderva/Karolina Mynarova 3:0 (13:11, 11:3, 11:6)
Jessica Göbel/Shan Xiaona vs. nicht angetreten 3:0 (11:0, 11:0, 11:0)

Shan Xiaona vs Anastasia Bonderva 3:0 (11:6, 11:3, 11:2)Hsien-Tzu Cheng vs. Katerina Tomanovska 3:1 (11:9, 12:14, 11:4, 11:4)Sabina Surjan vs. nicht angetreten 3:0 (11:0, 11:0, 11:0)
Jessica Göbel
vs. Karolina Mynarova 3:2 (11:6, 7:11, 12:14, 11:9, 11:9)