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Mannschaft mit zwei Gesichtern: Auf 1:6 Niederlage gegen Weinheim folgt grandioses 6:1 in Bingen
Erster Bundesliga-Sieg für Josi Neumann

Das war deutlicher als erwartet. Der ttc berlin eastside spielte in Bingen so dominant und abgeklärt auf, als hätte es das 2:6 in Weinheim nie gegeben. Und es exakt mit denselben Spielerinnen, die keine 24 Stunden zuvor in Weinheim 2:6 baden gegangen sind.

Das Eis ist gebrochen: Josi fährt ihren ersten Bundesliga-Sieg ein und feiert mit ihrer Mannschaft einen 6:1 Auswärtssieg in Bingen


TTG Bingen-Münster-Sarmsheim - ttc berlin eastside 1:6
Josi fährt ersten Bundesliga-Sieg ihrer jungen Karriere ein
Lee Ho Ching rehabilitiert sich mit zwei Einzelsiegen


Nur in den Doppeln war die zuletzt so starke TTG auf Augenhöhe, da trennte man sich 1:1 – Elena Kuzmina und Katerina Tomanovska hatten zwar beim 0:3 gegen Lee Ho Ching und Sabina Surjan keine Chance, doch sorgten Lea Rakovic/Karolina Mynarova durch ein 3:1 über Ding Yaping/Josi Neumann für den Ausgleich. Aber danach marschierte der Rekordmeister, bei dem Hongkong-Ass Lee Ho Ching allmählich in Schwung zu kommen scheint. Die Asiatin verbuchte gegen Lea Rakovac (3:1) und Elena Kuzmina (3:2), die beide keineswegs schwach spielten, ihre ersten beiden Einzelsiege im Oberhaus des deutschen Damen-Tischtennis. Ding Yaping erledigte ihren Job beim 3:0 über Kuzmina sogar sehr souverän, ebenso Sabina Surjan gegen TTG-Spielertrainerin Karolina Mynarova (11:6, 11:4, 11:4).

Doch das eigentliche Highlight der insgesamt eher einseitigen Partie war das fünfte Match des Tages, in dem die zwölfjährige Josephina Neumann gegen die tschechische Linkshänderin Katerina Tomanovska, im hinteren Paarkreuz bis dahin immerhin mit knapp positiver Bilanz notiert, an den Tisch ging. Und seit heute ist Josi Neumann nicht mehr nur die jüngste Bundesligaspielerin aller Zeiten, sondern auch die erste Zwölfjährige, die ein Match in Europas Topliga gewonnen hat – und das vollkommen verdient nach auch spielerisch überzeugender Leistung in einem umkämpften Duell, in dem sich beide nichts schenkten. Und das, nach zwischenzeitlicher 2:0-Satzführung für Neumann, in den Entscheidungsdurchgang ging, in dem die junge Hessin in Diensten des Hauptstadtklubs immer am Ball blieb und aus einem 5:6-Rückstand ein 9:6 und kurz darauf ein 10:7 machte. Die ersten beiden Matchbälle vergab das Megatalent zwar noch, doch dann machte sie den Sack zu zum im Berliner Lager heftig umjubelten 11:9. Manager Andreas Hain hatte also Recht behalten, der vor der Saison gesagt hatte: „Josi wird bei uns nicht nur ihre Einsätze in der Bundesliga bekommen, sondern auch Spiele gewinnen.“
Den Anfang machte sie heute bei ihrem vierten Bundesligaeinsatz im fünften Saisonspiel des ttc eastside.



TTC 1946 Weinheim – ttc berlin eastside 6:2
Weinheim demontiert den deutschen Meister
Lee Hon Ching enttäuscht bei Debut im eastside Dress

Trotz der Bundesligapremiere von Hongkong-Ass Lee Ho Ching konnte der ttc berlin eastside bei extrem starken Weinheimerinnen nichts ausrichten, die vor knapp 200 begeisterten Zuschauern ihre beste bisherige Saisonleistung, vielleicht sogar ihre beste im Oberhaus überhaupt, dem sie seit der Saison 2021/22 angehören, zeigten.

Ausschlaggebend waren 4:0 Siege für den Gastgeber im vorderen Paarkreuz – Bruna Takahashi und Yuan Wan präsentierten sich in überragender Form. Beide bezwangen sowohl Lee als auch die erfahrene Defensivspielerin Ding Yaping – und das nicht einmal sonderlich knapp. Beide besiegten Lee jeweils in vier Sätzen und schlugen Ding mit 3:0, wobei die einzelnen Satzergebnisse zeigen, dass es in dem Match Wan vs. Ding schon eng zuging (11:9, 12:10, 14:12).

Für einen weiteren Weinheimer Einzelpunkt sorgte Mateja Jeger mit einem Dreisatz-Sieg gegen Josi Neumann – das 12-jährige Megatalent kam bereits zu seinem dritten Bundesligaeinsatz der laufenden Saison. Mit Jeger hatte die jüngste Bundesligaspielerin aller Zeiten allerdings eine gerade vom Spielsystem sehr schwierige Gegnerin erwischt. Doch aus solchen Spielen lernt das eastside-„Nesthäkchen“. Solche Matches bringen sie weiter, zumal sie sich nicht übermäßig unter Druck setzt, auch nach Niederlagen positiv bleibt und wissen möchte, was sie das nächste Mal besser machen kann. Zu Beginn hatte das Doppel Takahashi/Jeger für Weinheim gepunktet (3:1 gegen Ding/Neumann).

Für den amtierenden Deutschen Meister war Sabina Surjan im Einzel gegen Giorgia Piccolin mit einem deutlichen 3:0 erfolgreich. Ferner gestalteten Lee/Surjan (3:0 gegen Wan/Klee) ihr Doppel erfolgreich.

„Erst einmal Glückwunsch an das Team von Christian Säger. Die Weinheimerinnen war sehr gut eingestellt und haben in den entscheidenden Momenten die big points gemacht. Der Sieg geht in Ordnung. Es war mir klar, dass es heute schwer werden würde. Dennoch bin ich insgesamt enttäuscht von unserem Auftritt. Wir werden die Niederlage analysieren, um morgen in Bingen unser wahres Gesicht zu zeigen", so Irina Palina kurz nach Spielende.